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Bahnhof Sanssouci

Sanssouci war im Güterverkehr der bedeutendste Bahnhof der Hönnetalbahn. Umfangreiche Gleisanlagen wurden beim Bau der Hönnetalbahn angelegt, um die naheliegenden Kalksteinbrüche bedienen zu können. Auch der Versand von Grubenholz war eine wichtige Aufgabe. Noch bis Ende der 70er Jahre verkehrten lange Güterzüge von und nach Sanssouci.

Der Bahnhof Sanssouci um 1933 mit Fahrdienstleiter K. Ruschepaul und um 1978. Die Rückwand des Güterschuppens war zwischenzeitlich durch eine Ziegelmauer ersetzt worden. Außerdem wurde der Eingang zur Fahrkartenausgabe (hinteres Fenster) verlegt.. (Slg. EFH)

Um die zahlreichen Wagen(allein im Jahre 1964 waren es 6.629) zustellen zu können, wurde Bahnhof schon frühzeitig eine eigene Kleinlokomotive zugeteilt. Erst Mitte der 70er Jahre wurde diese abgezogen.

Im Personenverkehr ist der Bahnhof Sanssouci Ankunfts- und Abfahrtsbahnhof für die Ortschaft Beckum. Auch im Tourismus spielt er  - wegen des Beginns des Hönnetalpfades nach Klusenstein – eine gewisse Rolle. Lange befanden sich gut geführte Gasthäuser in der Umgebung.

Gleisplan Stand 1980

Der Bahnhof – erbaut im Einheitsstil für sauerländische Nebenbahnen im frühen 20. Jahrhundert – war noch bis zum 26. Mai 1979 mit einem örtlichen Betriebsbeamten besetzt. Bis zu dieser Zeit fanden hier samstags noch  planmäßige Personenzugkreuzungen statt.

In den 80er Jahren sank das Wagenaufkommen rapide ab, nachdem die Kalkstaubverladung komplett auf die Straße verlegt worden war. Nur der nahe gelegene Anschluss der Chemiefabrik Hertin sorgte noch für Aufkommen und sehr selten der Anschluss Wocklum. Der Bahnhof wurde zum Umsetzen der Rangierlok an das andere Zugende genutzt, einige Nebengleise wurden noch zum Abstellen ausgemusterter Güterwagen genutzt.

1989 erfolgten erste Gleisrückbauten bis schließlich im Jahre 1995 sämtliche Nebengleise entfernt wurden.

Heute steht das Empfangsgebäude leer und auf dem Bahnhofsgelände entstand 2002/03 eine neue Zufahrt zur Fa. Kruse. Was aus dem Gebäude werden soll ist ungewiss.

Der Bahnhof Sanssouci im Jahre 1966: noch vollständig mit Güterschuppen, Nebengleisen und eigener Kleinlok. Auch die alte Bahnsteigbeleuchtung ist noch vorhanden. Aus heutiger Sicht ist kaum vorstellbar, dass Sanssouci einmal die Station mit dem stärksten Güteraufkommen im Hönnetal war.

EFH-Archiv / H. Sickart

 
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